Samstag, 13.8. Kriterium
Am Samstag, dem 13.8. wurden die Radsporttage in Deutschlandsberg mit dem Kriterium eröffnet. Zu fahren gab es einen 1km-langen Rundkurs mit vielen Ecken und Kanten. Für Gerhard Stiegler, dem tapferen Wuhu-Triathleten unter den ganzen Radlern, galt es 10 Runden zu absolvieren. Schon nach kurzer Zeit hat sich einen kleine Spitzengruppe herausgebildet, die in den Kurven nichts kannten. Weiter hinten kuschelten sich manche Fahrer ziemlich nah aneinander. Natürlich wäre jeder gerne die engste Kurve und Ideallinie mit höchster Geschwindigkeit gefahren. Nur leider schafften das die Wenigsten- allein schon aus Platzgründen. So kann „einfaches Kurvenfahren“ zu Nerventests ausarten: Wer hat stärkere Nerven? Wer hält am längsten seinen Kurs bei? Wer bremst als Letzter (oder gar nicht!?)?
So verteilte sich also das Feld und bald waren die Fahrer relativ vereinzelt unterwegs. Doch dann begann ein Fahrer (mit rotem Trikot, silbernen Helm und mit der Startnummer 331) das Feld von hinten zu erobern. Bald hatte er auch schon einen still und unauffällig folgenden (man kann auch An-ihn-haftenden sagen) Schatten, der nicht mehr vom Hinterrad wich. Tapfer kämpfte sich Gerhard nach vor. Einer nach dem anderen wurde von ihm aufgeklaubt. Und bald hatte sein Schatten auch einen Schatten, und dessen Schatten wieder einen….. Es bildete sich also ein Riesen-Gerhard-Fanclub. Runde um Runde spulte Gerhard, der Ritter in Rot, die Kilometer ab. So führte er das Verfolgerfeld an und kämpfte allein im Wind. Hinter ihm die Lutscher, Radl-Fahrer eben. Zwei Runden vor Schluss waren sieben Sekunden Abstand zur Spitzen- und Verfolgergruppe. Doch keiner der Lutscher, war bereit, auch mal im Wind zu fahren und sich vielleicht gemeinsam vorzuarbeiten. Stattdessen versicherten sie Gerhard, dass er seine Arbeit gut mache und duckten sich noch mehr im Windschatten um nicht abreißen lassen zu müssen. So ging der Kampf also weiter. Erst auf der letzten Runde wagten sich die Lutscher vereinzelt nach vor und 500 Meter vor dem Ziel hielt es plötzlich niemand mehr im Windschatten aus. Jeder wollte erster sein. Undankbar, aber taktisch… „Originale Radlfahrer“ und „Lutscher“, so nennt man diese Sorte von Sportler. Punkte bekamen alle Fahrer bis zum 12. Platz. In der Spitzengruppe hatten sich 11 Radler befunden. So blieb 1 Platz übrig für einen Verfolger. Leider aber nicht für den, der es verdient hätte, sondern für einen Lutscher. Gerhard wurde 15. Von 32. Trotzdem war es eine tolle Leistung! Der Wettkampf hat gezeigt, mit wem man es hier zu tun hat… die ganze Woche. Na dann, viel Spaß =).