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Backwaterman im Kampsee bei Ottenstein am 23.7.2011

Erfolgreicher Sprung der Greisdorfer Wurzelhupfer in kaltes Wasser

 

Beim „Backwaterman“ im Kampsee bei Ottenstein maßen sich die Triathletinnen Claudia Müller und Angelika Stiegler mit den Schwimmspezialistinnen.

 

Das angesprochene kalte Wasser kann man in diesem Zusammenhang zweifach deuten. Zuallererst wohl auf die Temperatur bezogen, die am niederösterreichischen Kampsee im Wasser mickrige 19 und an der Luft kontraktierende 15 Grad betrugen. Dann aber wohl auch im erstmaligen Vergleich der beiden dreifach geforderten Triathletinnen, die einen Vergleich mit den uniform tätigen Spezialisten suchten.

Warum Backwaterman? „Die Veranstaltung hat sich aus einfachsten Anfängen zu einem Event mit über hundert TeilnehmerInnen gemausert“, animierte Gerhard Stiegler, Obmann der Greisdorfer Wurzelhupfer, seine Athletinnen zu einem Antreten. Zumal ein Vergleich mit Spezialisten immer auch eine Bestimmung mit dem eigenen sportlichen Standort bedeutet.

Als Bühne standen Claudia Müller und Angelika Stiegler ein Gegenüberstehen im Schwimmen mit (sieben und 15 Kilometer) und ohne (fünf und zehn km) Neoprenanzug zur Auswahl. Als hart im Nehmen, wie es nun einmal ist, suchte sich das Duo den 5-km-Bewerb ohne vor der Kälte schützenden Anzug aus. Er kommt auch jener Distanz am nächsten, welche die beiden Sportlerinnen bei ihren diversen Triathlonteilnahmen schon absolviert haben.

„Es war grenzwertig“, merkten die Wurzelhupferinnen sehr bald, dass sich die Muskulatur nur schwer an die tiefen Temperaturen gewöhnte. Da half es auch nichts, wenn man zur Aufwärmung ein höheres Tempo anschlug, die Kälte fraß sich erbarmungslos in den Körper. So wurde das Rennen zu einer ausgemachten „Kopfsache“, bei der sich der Geist über die Gliedmaßen durchzusetzen hatte. Erschwert wurde das Unternehmen durch die Ausbuchtungen und unterschiedlichen Wasserstand irreführende Streckenführung in der aufgestauten Kamp. Am besten gelang die Richtungsfindung, indem man sich an den entgegenkommenden oder parallel schwimmenden Konkurrenten orientierte.

Allein: Echte Wurzelhupferinnen lassen sich nicht unterkriegen. Nach 1.36.03 Stunden überquerte Angelika Stiegler als Dritte die Ziellinie, Claudia Müller machte es ihr nach 1.44.19 Stunden als Viertplatzierte gleich. Zum Vergleich: Die Spezialistin Nikoleta Stoilova (Kapfenberg) schaffte als Siegerin eine Zeit von 1.17.07 Stunden. „Wir haben euch mit Bauchweh starten lassen“, gestand Organisator Jimmy Moser bei der Siegerehrung, wegen der Kälte besorgt gewesen zu sein. Mit Pokal, Finisher-Handtuch, heißer Suppe und Pommes frites und dem Zuspruch der Begleiter Philip Klöckl und Günter Müller kehrte aber auch die wohlige Wärme in den Körper zurück.